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Auf UN-Mission in Kambodscha

Mitte Januar 2005 bin ich für zehn Tage nach Kambodscha gereist, um mich als UN-Botschafter für Weltbevölkerung über die Ursachen der rasanten Ausbreitung von HIV/Aids unter jungen Menschen in Kambodscha zu informieren und mehrere Jugend-Aufklärungsprojekte der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA, zu besuchen. Die Reise war meine erste offizielle UN-Mission.

Die Straßenkinder von Phnom Penh staunten nicht schlecht, als ich ihnen eine Kostprobe meiner Kochkünste gab. Zusammen mit fünf kambodschanischen Jugendlichen kochte ich vor dem Friends Restaurant, das von Straßenkindern betrieben wird. Staunend beobachteten etwa 150 Kinder und Jugendliche, wie ich in großen Alutöpfen unter freiem Himmel "Bio’s Bohnensuppe" kochte. Natürlich bekam im Anschluss jeder eine Suppen-Kostprobe.

Außerdem besuchte ich mehrere Aufklärungsprojekte der DSW und von UNFPA. Unter anderem erlebte ich in Phnom Penh, wie die Partnerorganisation der DSW, Indradevi Association (IDA), Sexualaufklärungs-Aktionen in Schulen veranstaltet.

In Battambang, einer Stadt in der Provinz Kambodschas, besuchte ich ein Jugendzentrum der Reproductive Health Association of Cambodia.

Besonders interessant war auch der Besuch des OEB Project (Operation d’Enfant de Battambang), das sich auf die HIV/Aids-Aufklärung konzentriert. Hier klären buddhistische Mönche Jugendliche über Verhütung, ungewollte Schwangerschaften, sexuell übertragbare Krankheiten und HIV/Aids auf.


Bei der von UNFPA und der Europäischen Union geförderte Organisation WOMEN Phnom Penh, die mit jugendlichen Beratern Aufklärungsarbeit in den Slums betreibt, konnte ich mich zudem über die schwierigen Lebensverhältnisse vieler Menschen in den Armenvierteln der Stadt informieren.